Biologie (W.K. Purves)

Verlag: Elsevier

7. Auflage

 

Bevor ich meine Meinung zu diese Buch schreibe, möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht das komplette Buch gelesen habe, sondern nur die Kapitel gelesen und bearbeitet habe, die ich in den ersten zwei Semestern in meinem Studium (Bachelor Biologie) genutzt hätte. Denn gerade in diesem Zeitraum ist ein Werk mit allen wichtigen Bereichen der Biologie empfehlenswert. Für höhere Semester, ist dieses Buch nicht ausführlich genug, was es allerdings, so nehme ich an, auch nicht sein sollte. 

 

Allgemein:

Laut der Darstellung des Verlags, hat das Buch den Anspruch, "ein umfassendes Grundlagenlehrbuch der Biologie" für Schüler, Studenten, Lehrer und Dozenten zu sein. Das Buch wird diesem Anspruch, soweit ich beurteilen kann, im Bereich der Studenten und Schüler größtenteils gerecht. Für Schüler stellt das Buch eine interessante Zusatzliteratur dar, die sehr gut verständlich ist und mit der man gut lernen kann. Studierende der Biologie erhalten mit diesem Buch einen guten Überblick, beziehungsweise eine sehr gute Einführung, um in ein Themengebiet einzusteigen. Allerdings sollte hier hinzugefügt werden, dass es sich für Studenten in einigen Bereichen nur um eine Art Einstiegsliteratur handelt, da wenig Fachausdrücke verwendet werden. 

Weiterhin ist das Buch sehr visuell aufgebaut. Dies bietet meiner Meinung nach für den Studenten nur bedingt Vorteile. 

Zu den Vorteilen gehört, dass man auf Bildern schnell und einfach Zusammenhänge erkennt und versteht. Außerdem ist es besonders im zoologischen und botanischen Teil sinnvoll, Informationen nicht nur abstrakt, sondern mit tatsächlichen Hintergrund, der auf Fotos deutlich wird, verknüpfen zu können. 

Andererseits bewirkt die Vielzahl an Bildern auch einen gewissen Informationsverlust, da wenig Informationen auf vielen Seiten abgedruckt sind, streckenweise wirkt das Buch sogar wie ein Bilderbuch, durch das man sich lange durchkämpfen muss, um die gewünschte Information zu erhalten. Die Sprechblasen bei einzelnen Tieren oder Pflanzen wirken ein wenig lächerlich. 

 

Inhalt:

Teilweise ist das Buch sehr unübersichtlich gestaltet. Hierbei möchte ich als Beispiel Kapitel 33: Ecdysozoa (S.796) erwähnen. Hier wäre es einfach durch eine kleine Skizze zu zeigen, wie Spinnentiere in die Systematik einzuordnen sind, dies wird jedoch nur klar, wenn man einige Seiten nach vorne blättert und da anfängt zu suchen. Die Skizze wäre in Bezug auf die andere Menge an Fotos sinnvoll. Sehr schön an diesem Kapitel ist jedoch, dass gezeigt wird, dass Spinnentiere nicht gleich Spinnentiere sind, sondern diverse unterschiedliche Morphologien aufweisen können. Dennoch, die Übersichtlichkeit leidet unter der Menge an Bildern. 

Weiterhin werden Begriffe genutzt, die in keinem offensichtlichen Zusammenhang stehen, oder gar nicht erläutert werden. Bsp. (S.728/729): "Die Erdbeere ist botanisch keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht." Aus dem Text unten wird klar, was eine Sammelfrucht ist, nicht jedoch, wo der Unterschied zwischen Beere und Nussfrucht liegt. Diese Frage geht vermutlich ein wenig zu weit ins Detail für dieses Buch, dennoch, wenn man auf diesen Unterschied hinweist, sollte dieser auch erklärt werden. 

Das Kapitel zum Muskel gefiel mir sehr gut. Es ist sehr übersichtlich aufgebaut und enthält genügend Informationen, um in das Thema einzusteigen, einen guten Überblick zu gewinnen und die Mechanismen zu verstehen. 

 

Fazit:

Besonders gut gefällt mir auch das Glossar, besonders, da die Seite und der englische Begriff angebenen sind. 

Ich finde ein Grundlagenlehrbuch mit allen wichtigen Teildisziplinen sehr sinnvoll für einen Biologiestudenten. Allerdings sollte an diesem Lehrbuch unbedingt an der Übersichtlichkeit gearbeitet werden. Denn es ist zu Allgemein, um es von vorne nach hinten durchzuarbeiten, allerdings stehen nicht alle wichtigen Informationen im gleichen Kapitel, sodass man teilweise suchen muss. Es wäre gut dies zu erleichtern. Im Großen und Ganzen finde ich das Buch gelungen.

–Friederike Schlumm